Nein zu massiver Erhöhung der Friedhofs- und Bestattungsgebühren

03. Februar 2026

Der Verwaltungs- und Sozialausschuss des Aschheimer Gemeinderates hat sich am 3. Februar 2026 mit den Friedhofs- und Bestattungsgebühren 2026 bis 2029 beschäftigt.

Seit 2021 sind die Kosten für den Friedhofsbetrieb um rund 50% gestiegen.

Grundsätzlich sollen die Gebühren mindestens 40% der Kosten decken. Der diskutierte Vorschlag hätte aber dazu geführt, dass die Grabgebühren für die Bürger*innen teilweise um 80 Prozent gestiegen wären oder sich sogar verdoppelt hätten. Auch die Gebühren für die Nutzung der Aussegnungshalle am Gemeindefriedhof in Aschheim hätten sich auf über 500 Euro mehr als verdoppelt.

Gemeinderat Andreas Bichler: „Auch wenn die Kosten überall steigen und die Gemeinde bisher bei den Gebühren sehr „bürger*innenfreundlich“ agiert hat: Es ist nicht vermittelbar, dass sich die Grab- und Bestattungskosten, um die im Todesfall niemand herumkommt, schlagartig fast verdoppeln. Die Friedhöfe sind inzwischen mehr als reine Bestattungseinrichtungen – sie sind Grün- und Aufenthaltsfläche und wertvolle Orte für die Natur und die Allgemeinheit. Das muss sich auch bei den Gebühren widerspiegeln.“

Die SPD hat deshalb einige Anpassungen vorgeschlagen, um die Kostensteigerung einzudämmen:

  • So sollen nicht nur 20%, sondern ein Drittel der Kosten für die Pflege des Friedhofs als Grünfläche aus der Kalkulation herausgenommen werden.

  • Bei der Grabfläche soll nur das Grab selbst, aber nicht das umgebende Grün berücksichtigt werden.

  • Die Kosten für die Aussegnungshalle sollen noch einmal überprüft und deutlich reduziert werden.

Der Ausschuss ist unseren Argumenten erfreulicherweise gefolgt und die Verwaltung hat nun die Aufgabe, einen neuen Vorschlag vorzulegen.

Teilen